Donnerstag, 12. Juni 2014

Silistra....Festmachen am Hotelanleger

Die 120 km von Ruse nach Silistra waren lang, spannend und heiß. Die Fahrtrinne wechselte zwischen vielen Inseln häufig, auch Gegenverkehr war heute häufige als sonst.
Liegen nun gut am Ponton des Hotel Drustar, waren gute Essen und nun ist der allabendliche Gelsenkampf angesagt!
Morgen geht's bis Cernavoda und somit bis zum Beginn des Schwarzmeerkanals.


Mittwoch, 11. Juni 2014

Mal was neues...Schlange an Bord!

Ich bin einigermaßen verwundert als ich von der Morgentoilette zum Schiff zurückkomme..Michael steht in voller Montur mit Arbeitshandschuhen an Bord und meint wir hätten eine Schlange unterm Backskistendeckel :O
Dachte erst, er will mich am Schmäh halten und öffne den Deckel....na gut, da liegt sie eingerollt...Schreck!
Kurz entschlossen einen Marinamitarbeiter organisiert der dann furchtlos die Schlange packte und sie ins Wasser beförderte. Wie wir anschließend in Erfahrung brachten, war es eine Wasserschlange, keine Ahnung wie die an Bord kam???

Dienstag, 10. Juni 2014

Zurück in Ruse

Nach den schwierigen Wochen zuhause - leider stellte sich heraus, daß unser Hund einen Hirntumor hat - bin ich wieder zurück in Ruse und bei Alegrìa.
Nichtplangemäß steht uns nun eine relativ flotte Passage bis zu unserem Zielhafen Mytilini/Lesbos bevor. Jeder spätere Zeitpunkt kann nur ungünstiger werden, was den Gesundheitszustand unseres Hundes betrifft. also möchte ich bald wieder zurück sein.
Michl ist erfreulicherweise auch wieder mit dabei, also steht einer baldigen Weiterfahrt nichts im Wege. Noch Lebensmittel, Treibstoff und Wasser bunkern und ab geht's Richtung Cernavoda und der Abzweigung in den Schwarzmeerkanal.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Bukarest...

Noch rasch mit dem Taxi eine Runde zum Präsidentenpalast von Ceaușescu gedreht, bevor's ab geht zum Flughafen.
Dieses monströse Bauwerk mit ca. 5000 Zimmer wurde errichtet, während die rumänische Bevölkerung darben mußte.
Mehr dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentspalast



Mittwoch, 21. Mai 2014

Bei 30 Grad wieder alles reinräumen in's Schiff....

Alegria ist in eine Box übersiedelt, fest verzurrt, da fühl ich mich gleich noch sicherer für die lange Zeit der Abwesenheit.
Christian der Marinaboß organisiert dankenswerterweise alles, nur, seine Aussage ich müsse alles was nicht verschraubt ist, sicherheitshalber ins Schiff sperren, löste fast einen Kollaps bei mir aus...wie in Belgrad wieder alles im Schiff verstauen, bei der Hitze heut! Trotz wiederholtem " auch den großen Außenboarder ins Schiff" Sager, weigerte ich mich. Der 7,5 PS Evinrude ist sauschwer, das tu ich mir nicht wieder an! Drei dicke Absperrschlösser dran, das war's, wenn ihn wer stehlen sollte...Pech! Er möge ihm kein Glück bringen >:|
Die 60 Km Taxifahrt nach Bukarest ins Hotel ging relativ flott, wir hatten Glück, normalerweise staut es sich mächtig.
Morgen ist Rückflug nach Wien, Alegria sehe ich dann erst wieder am 10.Juni.

Montag, 19. Mai 2014

Tage in Rousse...eine Unterbrechung bahnt sich an!

Hier hält man's aus! Rousse ist eine echte Überraschung, gepflegt, große Fußgängerzone mit unzähligen Gastgärten und Shops aller Art. Der Billa zum Einkaufen ist auch gleich gefunden, dann gut Essen und alles ist bestens!
Außer den vielen Überlegungen was weiter tun,  Michl mein Reisebegleiter ist heute von Bukarest nach Hause abgeflogen, das Hochwasser wäre an sich noch nicht so das Problem, nur alleine in der nun recht starken Strömung mit meinem 10PS Motor an Pontons anlegen? Das war schon weiter oben zu zweit manchmal nicht einfach. Dann das viele Treibholz. Die weitere Strecke bis zur Abzweigung zum Schwarzmeer Kanal ist zwar "nur" noch ca. 200Km entfernt, aber da ist's wieder recht einsam und das Risiko, wieder mit Treibholz zu kollidieren oder womöglich ein anders Problem zu bekommen, sind keine guten Aussichten! 
Morgen wird mit Christian dem Marinachef die Lage besprochen (der Höchststand soll am Donnerstag sein), die Alegria ist ja schon gut vertäut und dann entschieden wann ich für ca. drei Wochen nach Hause fliege.
Möglicherweise fliegen Michl und ich gemeinsam im Juni wieder her und fahren gemeinsam weiter....
der Rückflug ist ja bereits mitgekauft.....119 € Bukarest-Wien-Bukarest ;-)

Martin entscheidet weiter zu fahren!

PS: einen Tag später kostet der Flug dann schon 154 € ....grrmml....


mit Michl.   Martin  und Leonardo von der Binimar

Samstag, 17. Mai 2014

Zwei lange Fahrten....Lom - Nikopol - Rousse...mit Schrecksekunden!

Zwischenzeitlich sind wir in Rousse (Ruse) angekommen. Das serbische Hochwasser ist angekommen und macht die kurvigen Passagen zwischen vielen Inseln etwas einfacher, da die Sandbänke meterhoch überspült sind....ausser, aber darauf komme ich noch!
In Lom beschloß ich, die geplanten drei Tage bis Rousse auf zwei zu verkürzen, das bedeutete einmal 140 Km und einmal ca. 112 Km Tagesetappen. Also da wird ein Tag lang, wenn man mit ca. 14 Km/h dahinfährt!
Nikopol war als erste Übernachtung geplant. Ein großes Passagierschiff versperrte den Ponton, also fuhren wir kurzerhand 500m stromauf zu einem vor Anker liegenden Schubverband, kurze Anfrage und schon durften wir längsseits gehen und eine sicher Nacht verbringen.

Ab Nikopol wieder recht früh, die Strecke war ja wieder recht lang. Infolge Hochwassers ist hier die Donau so richtig breit und vor allem sehr einsam und dann plötzlich, wir fuhren dem elektronischen Fahrrinnenkurs nach, sprang das Echolot auf 2,5 Meter, dann 2,0...1,5.....Schreck!!! Notstop plus Radikalwende und wir waren aus der Seichtzone raus! Was ich übersah war, dass die Fahrrinne komplett auf die andere Flußseite verlegt war! 

Der nächste Schock kam knapp vor Rousse, wir konzentrierten uns gerade auf Markierungen als es ordentlich rummste, ein fetter Ast steckte hinten quer und blockierte das Ruder! Mein erster Gedanke, na hoffentlich kein Ruderschaden, das wäre das letzte hier! Mit einigem Manövrieren kam der Ast dann doch los und das Ruder ging wieder einwandfrei.
Ganze Bäume kommen nun die Donau runter, die Folge des Hochwassers weiter oben. 
Unser Ziel, die sichere kleine Marina in Rousse, war dann bald erreicht und Martin hatte schon einen Platz für uns organisiert.
Hier gibt's eine warme Dusche! Wie schön nach der langen Woche!
Jetzt wird einmal relaxed und überlegt, was weiter passiert....
Martin und Leonardo an Deck der Radetzky (hinten und ziemlich klein)
Gegenschuß von Martin...Alegrìa highspeed :-D