Dienstag, 17. Juni 2014

Port Tomis/Constanta - Mangalia, wir lernen das Schwarze Meer kennen! ...und Knieverletzung :-(

Heute wollen wir los, die Wetterprognose sieht ja nicht gut aus für die nächsten Tage, also peilen wir Mangalia, ev. morgen noch Balchik an.
Der Törn beginnt ruhig, das ist gut, wir wollen ja sehen wie sich die Alegria unter Segel verhält. Also kurz nach der Einfahrt in den Industriehafen rauf mit allen Segeln.
Das sieht ja nun gut aus! Alegria ist ein Segelschiff :-)
Der Wind nimmt zu, auch die Verdunkelung des Himmels hinter uns, Alegria mit Amwindkurs , unter Deck beginnt das große Poltern, alles fliegt, waren wohl doch noch nicht segelfertig vorbereitet. Erstes Reff rein, dann beginnen die Wanten  zu Spaghettis zu mutieren...aufgrund der wechselnden Belastung bei den Wenden lockerten sich die Wantenspanner!
Also macht sich hier auch unsere fehlende Vorbereitung bemerkbar.

Zwischenzeitlich wird aus der Verdunklung eine breite, drohende Gewitterfront die den gesamten Horizont hinter uns einnimmt. Runter mit den Segeln, den Motor an, besser gesagt beide, auch den Außenboarder! Die auf uns zurollenden Wellen bremsen die Alegria sonst zu stark ab und wir wollen so schnell wie möglich in die Marina von Mangalia einlaufen, denn die Front war zum Greifen nahe.
Natürlich! Genau als wir bei der großen Mole ins Hafenbecken eintauchen, geht's los....ein Wolkenbruch geht los, gut, daß ich bereits das Ölzeug an habe!
Rasch zum Anleger der Marina, festmachen und rein in's Schiff...alles naß...was passiert, ich rutsche am Niedergang aus und rumple die Stufen runter. Knie letiert, Zehen geprellt (Kleine gebrochen?)
Wie schon vor zwei Jahren, nun ist es das rechte Bein!
Blitzartig geht es mir durch den Kopf....das war's, so kann es nicht weitergehn, mit verletztem Knie am Schiff...nööö!
Der Abbruch steht im Raum...wiedereinmal!!! Aber Mangalia ist der letzte sichere und geschützte Hafen mit Bewachung.
Nach reiflicher Überlegung wird der Reiseabbruchgedanke konkret und wir machen uns an die Arbeit um wieder alles von Deck in das Schiff räumen zu können. Alles möglichst ins Cockpit um dann nicht bei strömendem Regen an Deck herumwerken zu müssen.
Der Flug wird gebucht und morgen alles weitere mit der Marina besprochen






Der nasse Niedergang läßt grüßen :-(




Keine Kommentare:

Kommentar posten